Kunstvoll übernachten in Wiens Boutiquehotels

Boutiquehotels

„Vienna waits for you!“ Wenn in den kommenden Tagen unser geliebtes Wien wieder öffnen darf, dann bietet sich den Wienbesuchern in der funkelnd geschmückten Stadt ein großes Spektrum an Kunst, Kultur und Adventzauber. Denn nicht nur unsere Museen zeigen derzeit bemerkenswerte Ausstellungen internationalen Formats, auch viele Weihnachtsmärkte bieten noch bis zu den Feiertagen kostbares, liebevoll gefertigtes Kunsthandwerk als Geschenkideen an. Kunst der besonderen Art findet ihr zudem in immer mehr Wiener Boutiquehotels, welche ähnlich einer Kunstgalerie nicht nur auf den Gängen, sondern auch in ihren Zimmern speziell zeitgenössische Künstler präsentieren oder sich einem ganz individuellen Thema widmen. Die Neue Zürcher Zeitung fragte erst kürzlich, „ob denn die Hotels die neuen Museen seien?“ Ganz unter dem Motto: Andy Warhol an den Wänden und Beethovens Symphonien zur Sonntags-Matinée.

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Hotel Altstadt Vienna, 1070 Wien

Seit mittlerweile 30 Jahren ist dieses Wiener Boutiquehotel in jeder Hinsicht anders als jedes vergleichbare heimische Hotel. Denn es ist eigentlich – dank der großen Sammelleidenschaft seines Gründers Otto E. Wiesenthal – in erster Linie eine Galerie zum Wohnen! Zudem umgeben von vielen kleinen Boutiquen, Cafés und Kunstgalerien im angesagten 7. Bezirk nicht unweit großer Museen. Eine unglaubliche Kreativität in Kombination mit Design, Antiquitäten, Kunst sowie dem typischen Wiener Lebensgefühl sind seit jeher sein charmantes Erfolgsrezept. Sobald in diesem Patrizierhaus alte Wohnungen als potentielle Hotelflächen frei werden, wird bereits mit namhaften Architekten, Designern und/oder Kreativen – idealerweise mit Wienbezug – an neuen Interior Designs gefeilt. Stets mit einer ausgewogenen Balance an zeitgenössischem, modernen Design und Altwiener Tradition. So eröffnete etwa das Altstadt Vienna einst passend zum Themenjahr „100 Jahre Wiener Moderne“ eine eigene Josef Hoffmann Suite mit einigen Möbelstücken der traditionellen Möbelmanufaktur Wittmann. Überhaupt findet ihr in allen 62 Zimmern & Suiten eine besondere Stil-, Kunst- und Designnote, denn sie alle sind komplett individuell und mit viel Liebe ins Detail eingerichtet. Mit teurer Kunst an den Wänden!

Von Gemälden und Fotografien über Skulpturen bis hin zu Einrichtungsgegenständen: über 400 Kunstwerke verteilen sich auf die Räumlichkeiten des Hotels. Darunter befinden sich Arbeiten von Brigitte Kowanz, Markus Prachensky oder Hubert Schmalix. „Hinter unseren Kunstwerken und Designzimmern stehen Kreative mit einer starken Persönlichkeit, interessante Menschen, die spannende Geschichten zu erzählen haben. Gute Kunst und sorgfältig kuratierte Designmöbel bringen den Fokus auf den Moment und inspirieren zu frischen Ideen,“ so Saskia Wiesenthal.

Lifestyle-Tipps
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Einer der jüngsten Zugänge in 2021 ist die neue Helmuts Art Suite, welche in Zusammenarbeit mit dem Helmuts Art Club entstand und sich durch ein einmaliges Farbkonzept sowie besondere Kunstwerke auszeichnet. Während sich einerseits ein stilvolles Farbspiel zwischen Weiß und Sand charmant durch die Suite zieht, dominieren andererseits vier Kunstwerke von Francis Ruyter den Raum. Ähnlich präsentiert wie in einer Kunstgalerie ermöglicht die Helmuts Art Suite für ihre Gäste eine neue Art der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst, denn die ausgestellten Werke sollen einmal pro Jahr wechseln. Eines ist aber allen Zimmern & Suiten gleich: das angeblich beste Wiener Hotelfrühstück im großen Salon, das ihr euch in keinster Weise entgehen lassen solltet!

Hotel Altstadt Vienna, Kirchengasse 41, 1070 Wien

NEU: Boutiquehotel Die Josefine, 1060 Wien

Eine ganz andere Kunst entdeckt ihr im neu eröffneten Boutique- & Arthotel Die Josefine in den historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Hotels Fürst Metternich. Dort folgt ihr den Spuren der französischen Aristokratin Josephine de Bourblanc. Als Tochter eines Botschafters in Wien geboren studierte sie in Paris Literatur respektive Theater, ehe sie auf der Flucht vor der russischen Revolution in diesem Gründerzeithaus, welches einst ihr Vater erworben hatte, Unterschlupf fand. Als spätere Hoteldirektorin lud sie viele ihrer Pariser Freunde, Künstler, Musiker, Literaten und Schauspieler ins legendäre Wiener Hotel. Heute versetzt uns das Interior Design in jene glamourösen 1920er und 1930er Jahre zurück und besticht im wunderschönen Art Déco Stil bis ins kleinste Detail. Ein beeindruckender Mix aus Wiener Geflecht, zahlreichen Kristalllustern, surrealistischer Kunst sowie vielen überraschenden analogen Details. Wie etwa die hauseigene Phonothek mit Plattenspieler und über 3.000 alten Vinyl-Platten zur Freude der Gäste.

Auch die 49 Zimmer & Suiten (zwei davon sogar mit Zugang auf die Dachterrasse mit Blick über die Dächer Wiens) sind mehr als nur Räume zum Schlafen. In Anlehnung an das kleine Notizbüchlein, welches Josefine de Bourblanc einst für ihre Notizen, Skizzen und künstlerischen Zeichnungen immer bei sich trug, verleiten die im Stil der Goldenen Zwanziger eingerichteten Räume zu Gedankenreisen in eine andere Zeitepoche und füllen sich mit ihren eigenen Geschichten. So erhält jeder Gast beim Check-in sein ganz persönliches, kleines Notizbuch als Art Tagebuch für seinen Wienaufenthalt. Das Interior Design ist geprägt von Samt, Messing, grünem Mamor, goldenen Details und Spiegeln im Kontrast zur Kunst auf den Gängen. Einige der Zimmer profitieren vom besonderen Flair der kunstvollen Verzierungen im Fensterglas. Viele der Einrichtungsgegenstände wurden eigens fürs Hoteldesign nach traditioneller, regionaler Handwerkskunst gefertigt und machen es wahrlich zu etwas Besonderem.

Ein weiteres Juwel ist die legendäre Cocktailbar Barfly’s Club, welche seit 31 Jahren an dieser Adresse angesiedelt ist und im Zuge der Hotelumbauten ebenfalls wunderschön renoviert wurde. Bekannt für ihre über 400 Cocktailkreationen ist die Bar untertags auch Frühstücksort für Hotelgäste sowie externe Frühstücksliebhaber und derzeit einer der Geheimtipps für Wiener Frühstück in ausgefallenen Locations. Im Stil der „roaring twenties“ läßt es sich herrlich in den mit Samt bezogenen Fauteuils der Nightbar versinken. Umgeben vom beeindruckenden Art Déco Stil ißt das Auge beim Frühstücken oder Brunchen bis in den Nachmittag hinein förmlich mit!

Hotel Die Josefine, Esterhazygasse 33, 1060 Wien

NEU: Boutiquehotel MOTTO, 1060 Wien

Hier kann man nur sagen „Bienvenue in einem Hotel der Extravaganz im Bett mit Paris der 20iger Jahre“! Mit diesem neuen Wiener Lifestyle- & Arthotel erfüllt sich Spitzengastronom Bernd Schlacher nicht nur seinen Lebenstraum, er macht hiermit den Flair rund um sein MOTTO zu einem Gesamterlebnis. Erstmals mit Bäckerei, Restaurant und Bar in einem Hotel vereint, umringt vom Wiener Charme, im Stil des chicen Paris einer früheren Dekade. Während die Eleganz und Architektur des achtstöckigen Hauses von Renaissance und Barock geprägt sind, trifft man als Gast in den 83 Zimmern & 8 Junior-Suiten auf die Sinnlichkeit des Art Déco im Stil-Mix mit Industrial Design. Um die Authentizität zu wahren, soll Bernd Schlacher jeden Samtbezug, Spiegel oder gar jedes Champagnerglas selbst ausgesucht, auf Flohmärkten gestöbert und viele Unikate aus dem Pariser Hotel Ritz ersteigert haben. Weitere einzigartige Designerstücke – wie Wandtapeten, Teppiche und Fliesen – sind Maßanfertigungen eigens fürs Hotel. 

Förmlich „eingebettet“ ins Boutiquehotel und somit Herzstück des neuen Hotspots im 6. Bezirk ist das Rooftop-Restaurant Chez Bernard mit Bar und gemütlicher Dachterrasse. Eine perfekte Ergänzung zur im Erdgeschoss angesiedelten Boulangerie MOTTO Brot mit Schanigarten, welche für frisches Brot, Gebäck und Süßes sorgt. Auch hier erinnert das Interior Design an das Paris der 1920er Jahre, mit kunstvoll arrangierten Grünpflanzen vor moderner Kunst. Lässige Loungemöbel aus Leder sorgen für stylische Wohnzimmer-Atmosphäre, so manche Stühle und Marmortische erinnern eher an Wiener Kaffeehaustradition als an ein Abendrestaurant. Highlight wird die grüne Oase auf der spektakulären Dachterrasse mit Blick über die Dächer Wiens. Angesagte DJ’s aus Paris und Wien sollen künftig mit dem passenden Soundtrack verwöhnen und mit ihren Live Sounds die Wiener Barszene auffrischen. Egal ob zum Brunch, dem gemütlichen After Work oder zum Dinner.

Hotel MOTTO, Mariahilfer Straße 71A, Schadekgasse 20, 1060 Wien

Hotel Beethoven, 1060 Wien

Wer von euch Kunst in Form klassischer Musik liebt, ist nirgendwo besser als im Hotel Beethoven aufgehoben! Gleich ganz in der Nähe der Wiener Secession mit Gustav Klimts berühmten Beethovenfries, dem Wiener Naschmarkt mit seinem Theater an der Wien sowie dem Wiener Musikverein gelegen, findet ihr hier Wienflair auf gleich 6 Etagen! „Das „Beethoven“ ist DAS Hotel für Wien-Liebhaber. In jedem der 6 Stockwerke erzählen wir einen Aspekt von Wien, von den Kaffeehaus-Literaten über Beethoven und seine Zeitgenossen bis hin zur Secession. Jedes Zimmer versetzt den Gast, von den verschiedenen Elementen der Innenarchitektur und Ausstattung bis zur Biographie, in die Welt einer bedeutenden Wiener Persönlichkeit“ beschreibt Hotelinhaberin Barbara Ludwig das Hotelkonzept. Letzteres fließt seit 10 Jahren in den Umbau des Hotels ein und wurde rechtzeitig zum Jubiläumsjahr 2020 mit einer neuen Rezeption sowie der Bar namens LVDWIG fertiggestellt.

Alle Zimmer wurden peu à peu im letzten Jahrzehnt einer Renovierung unterzogen und individuell mit sehr viel Liebe ins Detail eingerichtet. So erzählt heute jedes für sich seine ganz persönliche Geschichte. Ins Mobilar flossen auch viele Antiquitäten aus dem Familienbesitz, die ehemalige Bibliothek sowie der Bösendorfer Flügel ein, an dem „die Ludwig vom Beethoven“ – wie sie im Spitznamen genannt wird – einst Klavierspielen lernte. Ergänzt werden die antiken Möbeln mit farbenfrohen Tapeten aus dem Biedermeier, modernen Elementen und raffinierten Lampendesigns. Mein persönlicher Tipp wäre einmal bewußt durch das 6-stöckige Treppenhaus zu spazieren. Alleine die thematisch unterschiedlich eingerichteten Gänge erzählen Bände. Ein musikalischer Hochgenuss ist zudem am Wochenende das Salonkonzert mit Wiener Klassik für Klavier und Cello in der sogenannten Papageno Lounge mit Direktblick aufs Papageno Tor des Theaters an der Wien. Wer gerne nicht nur Beethoven-Musik hören, sondern auch einmal wie er nächtigen möchte, reserviert Zimmer 305, das sogenannte Ludwig van Beethoven Zimmer.

Mit dem Start ins Jubiläumsjahr eröffnete auch die neue Bar LVDWIG ihre Pforten. Als Namensgeberin beschäftigte sich Barbara Ludwig schon seit Jahren mit der Idee, die großzügige Hotellobby und Rezeption in DIE Bar am Naschmarkt mit Wiener Charme speziell für Wiener/Innen zu verwandeln. Wiens bekannter Architekt Gregor Eichinger half schließlich in der Umsetzung und designte eine Bar, in welcher ein großer, zentraler Bartisch für die Gäste, eine Glitzerwand aus goldenen Pailletten sowie Wiener Terrazzo und feinstes Palisanderholz die Hauptrollen spielen. Das dargebotene Wiener Lebensgefühl wird mit klassischen Drinks, zahlreichen Eigenkreationen von Isabella Lombardo – Bartender of the Year 2022- sowie Wiener Tapas als After Work & After Theatre Bar zelebriert.

Hotel Beethoven, Papagenogasse 6, 1060 Wien

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