#Gourmet im Schnee (No.2)

Gourmet im Schnee

Sonnenschein, Pulverschnee, regionale Schmankerln und Sundowner im Liegestuhl: jetzt ist die richtige Zeit, die Skibrille gegen die Sonnenbrille zu tauschen! Dank des vielen Schnees in diesem Winter sowie den späten Osterfeiertagen dauert in Österreichs Alpen die Skisaison dieses Jahr besonders lange. Zudem sorgt der Neuschnee der letzten beiden Wochen für überaus gute Pistenbedingungen und der Frühlingsbeginn verleitet zu herrlichem Sunshine Skiing. Auch wenn in der Großstadt bereits die ersten Blumen und Sträucher blühen. Euer Frühstück sowie den Morgen-Cappuccino im Freien könnt ihr auch in den Bergen genießen. Dies bei traumhaftem Alpenpanorama und wärmender Frühlingssonne. Denn etliche Skigebiete bieten mittlerweile Early Morning Skiing gefolgt von einem köstlichen Bergfrühstück an, untertags laden teils stylische, teils urige Hütten auf regionale Köstlichkeiten ein und nachmittags läßt es sich im Liegestuhl bei Live- oder DJ-Musik herrlich chillen. Dieses Mal entführe ich euch mit meinen persönlichen Lifestyle-Tipps zu Gourmet im Schnee ins Zillertal!

In den letzten Jahren hatte ich immer wieder sehr viel Positives über diese Tiroler Skiregion gehört und gelesen, daher stand das Zillertal – nicht zuletzt auch wegen seiner berühmten Gourmet-Skihütten – schon länger auf meiner Winter-Bucket-List. Meine Freude war entsprechend groß als Mitte Jänner unerwartet eine Presseeinladung ins Zillertal hereinflatterte mit einem starken Schwerpunkt auf Skifahren und Kulinarik. Fairerweise sollte ich aber erwähnen, dass das Zillertal mit seinen vier Skigebieten inklusive dem Hintertuxer Gletscher ideal für jede Art von Wintersport und nicht nur ein Paradies für Skifahrer ist. Zudem kommen Familien und Gourmetlovers ebenso auf ihre Kosten wie wahre Sportfreaks und Free Riders. So vielfältig ist das Pisten- und Freizeitangebot im Tal.

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Besonders jetzt im März bieten Zell am Ziller, Gerlos und Königsleiten jeden Donnerstag und Sonntag des Monats schon ab 6.55 Uhr Good Morning Skiing an. Wer sich unter euch also aufraffen kann, früh aufzustehen, kommt schon wenig später in den Genuss, die ersten Spuren auf die frisch präparierten Pisten zu zaubern und sich anschließend mit einem deftigen Bergfrühstück zu belohnen. Die Schmankerlhütte Kreuzwiesenalm bäckt hierfür sogar ihr eigenes Brot und Gebäck, verführt mit hausgemachter Joghurt und Marmelade und läßt euch auf der großzügigen Sonnenterrasse mit Panoramablick die ersten Sonnenstrahlen genießen. Ich selbst war von den morgendlichen Abfahrten so hungrig, dass ich erstmals gleich drei Spiegeleier mit Bergkäse verdrückt habe! Die Versuchung ist leider groß, in den Liegen in der Morgensonne einzudösen, daher solltet ihr euch rasch wieder auf die „Brettln“ begeben und die weitläufigen und herrlichen Pisten der Zillertal Arena auskosten. Übrigens das größte aller Skigebiete im Zillertal.

Gourmet im Schnee
Copyrights © Viennissima

Nachdem die Arena Skifahren und Snowboarden bis auf 2.500m ermöglicht, findet ihr hier auch bei frühlingshaften Temperaturen traumhafte Pulverschneepisten vor, wie ihr sie sonst eher nur von den Wintermonaten her kennt. Auch wenn ihr passionierte und sehr gute Skifahrer seid, empfehle ich euch den „Luxus“ eines lokalen Ski Guides. So kommt ihr in den wahren Genuss, das gesamte Skigebiet, welches mittlerweile mit der Gerloser Platte verbunden ist, in kürzester Zeit kennenzulernen und die Insiderpisten zu entdecken.

Nach mehrstündigem Carvingspaß meldet sich früher oder später wieder euer Appetit nach regionaler Kulinarik und DJ-Fun mitten in der Nachmittagssonne zurück. Ein diesbezüglicher Geheimtipp wäre sicherlich die Rössl Alm, eine sehr geschmackvoll eingerichtete, urige Alm mit großzügiger Panoramaterrasse und Après-Ski Vergnügen. Ausschließlich heimisches Personal mit Tiroler Charme verwöhnt euch mit regionaler aber auch italienischer Küche zu deren Krönung bei Kaiserwetter der berühmte österreichische Kaiserschmarr’n nicht fehlen darf!

Wahrlich luxuriös und lifestylig beginnt ein weiterer Skitag im neu eröffneten Albergo an der Bergstation der ebenfalls erst letzten Sommer gebauten und ganz in Schwarz gehaltenen Gondelbahn namens Wimbachexpress. Bequeme Ledersitze in der Gondel stimmen euch schon bei der Bergfahrt auf den „alpine lifestyle“ ein, der euch im modern designten und komplett verglasten Bergchalet mit zwei einzigartigen Chill-out Terrassen erwartet. In einer Höhe von 2.400 m habt ihr einen Traumblick über das beliebte Familienskigebiet Kaltenbach Hochzillertal sowie die Möglichkeit, den Skitag mit einem köstlichen Frühstücksbuffet zu beginnen.

Ich selbst würde euch allerdings eher einen Einkehrschwung zur Mittagszeit empfehlen, denn die Karte verführt euch ausschließlich mit italienischen Spezialitäten, von Anti Pasti über Pastagerichte sowie Fisch bis hin zum beliebten Tiramisu. Abschließend solltet ihr euch unbedingt noch einen Espresso, Café Latte, Cappuccino oder Drink auf einer der beiden Panoramaterrassen im Liegestuhl gönnen, ehe ihr euch wieder aufmacht auf die schönen Carving- und Tiefschneepisten von Hochzillertal und Hochfügen. Solltet ihr euch so sehr ins Albergo verlieben, dass ihr am liebsten bleiben möchtet, dann fragt an der Rezeption, ob noch eine der Luxussuiten frei ist. Ich schätze, alleine der Albergo Spa ist eine „Almsünde“ wert!

Wenn ihr als wahre Gourmets lieber die traditionelle österreichische Kulinarik bevorzugt (gepaart mit alpinem Luxus), dann empfehle ich euch die berühmte Wedelhütte. Ihre Küche wurde bereits mit der dritten Gabel von Falstaff ausgezeichnet und ist auch bekannt ob ihrer Weinverkostungen ab 6 Personen in einem der höchstgelegenen Weingewölbe der Alpen. Spätestens dann seid ihr am kulinarischen Olymp der österreichischen Alpen angekommen! Ein sehr traditioneller Stil mit natürlichen Materialien und edlem Design versprühen bei dieser Lifestylehütte ganz besonderen alpinen Charme. Wahre Gourmetliebhaber flüchten eher vor der sehr beliebten Sonnenterrasse und gönnen sich einen exklusiven Lunch in der exquisiten Gourmet Lounge im ersten Stock (mit eigenem Balkon und Bergpanorama). Auch hier gäbe es für begnadete Skifahrer und Kulinarikfreaks hauseigene luxuriöse Suiten mit Alpenblick.

Wenn sich auch dieser Traumtag zu Ende neigt, würde ich euch unbedingt noch einen Sundowner auf der Terrasse der Kristallhütte ans Herz legen! Diese Hütte wird schon seit Jahren immer wieder als „Skihütte des Jahres“ ausgezeichnet und besticht durch einerseits urigen Hüttenstil und andererseits durch hochmodernes Design. Spätestens hier solltet ihr einige Erinnerungsfotos schießen! Denn ich finde nicht nur das Bergpanorama atemberaubend, sondern vor allem die Art und Weise wie sich einerseits die alpine Skihütte, andererseits die Berge in den verspiegelten Wänden widerspiegeln. So hochwertig auch das gemütliche Restaurant mit offener Showküche und großzügiger Feuerstelle eingerichtet ist, so beeindruckend ist doch die 360° Panoramaterrasse sowie die Kristall Lounge.

Hier soll nicht nur der berühmte Kaiserschmarr’n, sondern auch die DJ-Musik ein wahrer Geheimtipp sein. Solltet ihr nicht in einem der Luxuszimmer oder Alpine Lodge Suiten mit alpinem Wellnessbereich eingecheckt haben, dann müßtet ihr – als gute Skifahrer – spätestens kurz nach 16 Uhr die Chill-out Stimmung wieder verlassen und zügig zur Gondelstation gleich neben dem ebenfalls neuen Bergrestaurant Mountain View carven. Um 16.30 Uhr bringt euch die letzte Talfahrt wieder zurück nach Kaltenbach. Denn gerade jetzt im März und April finde ich die Talabfahrt bei Frühjahrsschnee nicht mehr sehr prickelnd und verletzen am Saisonende wollen wir uns doch nicht.

Gourmet im Schnee
Copyrights © Viennissima
Gourmet im Schnee
Copyrights © Viennissima

So beeindruckend die Wedel- respektive Kristallhütte sind, mein wahrer Insidertipp für euren Einkehrschwung im Skigebiet Hochzillertal ist die kleine urige Kashütte. Vor 120 Jahren von Bauern errichtet und jahrzehntelang als Sennerei zur Herstellung von Zillertaler Bergkäse genutzt, wurde sie liebevoll Holzstück für Holzstück abgetragen und auf der Hirschbichl Alm wieder aufgebaut. Ich habe mich sofort in sie verliebt! Das ursprüngliche Holz, die vielen Details, die Einfachheit der Hütte und die urige Gemütlichkeit verleihen dieser Tiroler Hütte ganz besonderen Flair. Richtig modern und luxuriös sind nur die beiden Doppelzimmer, in denen ihr auch übernachten könnt. Bei Sonnenschein läßt es sich auf der Sonnenterrasse herrlich relaxen und das Alpenpanorama genießen.

Verköstigt werdet ihr mit heimischer Kulinarik basierend auf den besten Zutaten und einem Augenmerk auf kontrolliert biologische Herkunft. Auch hier empfiehlt sich zum Abschluss ein richtig guter Cappuccino, denn der Sohn der Hüttenpächter ist gelernter Barista! Zurück ins Skigebiet – und einem eventuellen Abstecher in die nahe gelegene Kristallhütte – führt euch ein kleiner Schlepplift direkt neben der Sennerhütte.

Ihr sucht noch einen Gourmet-Tipp im Schnee zum Ausklang eurer Skitage im Zillertal? Ein ganz besonderes und sehr geselliges Essen im Kreise von Wintersportlern und Skifreunden bietet der Aar Wirt in Hochfügen an. Hier verwöhnt man euch abends gerne mit hausgemachten Schmankerln und Tiroler Spezialitäten, aber auch mit dem beliebten Hutessen (ähnlich einem heißen Stein). Für mich selbst gab es als Vegetarierin köstliche Spinatknödel und abermals eine kleine Portion flaumigen Kaiserschmarr’n. Mit einem guten Glaserl Wein dazu läßt sich auf diese Art und Weise zumindest kulinarisch ein traumhafter Skitag perfekt ausklingen ehe es am nächsten Morgen wieder ins winterliche Skigebiet für neue Skiabenteuer geht! 

Die Skiregion Zillertal hat übrigens in diesem Jahr bis zum 22. April 2019 (also einschließlich Ostern) für euch geöffnet. Bis zum Saisonende steht noch ein weiteres Ski-Highlight auf dem Programm: von 4. bis 7. April findet abermals der Winzer Wedelcup statt, ein Wochenende rund um Ski, Wein & Golf mit ganz besonderen kulinarischen Genussmomenten. Bereits zum 8. Mal treffen zum ehrenvollen Ausklang der Wintersaison auch heuer wieder motivierte Skifahrer, begeisterte Golfer und Feinschmecker auf Österreichs angesehenste Winzer. So wird zuerst auf der weißen Piste am Berg und anschließend auf dem Grün im Tal um den begehrten Sieg gekämpft. Erstmalig soll es heuer sogar eine eigene Winzerinnen-Wertung geben!

Ihr zögert noch? Eins kann ich euch versprechen: der Frühling in der Stadt dauert noch länger, aber dieser Traumwinter wird uns leider langsam verlassen und so (nahezu) perfekt waren die Pisten- und Schneeverhältnisse schon lange nicht mehr. Also Sonnenbrille und Sonnencreme einpacken, rein in die Skischuh und die Bindung und auf zum Sonnenskilauf! Ihr werdet es nicht bereuen 😉 Weitere meiner persönlichen Insidertipps für kulinarische Einkehrschwünge findet ihr unter #Gourmet im Schnee (No.1) !

Abschließend möchte ich mich noch beim Zillertal Tourismus für die Einladung zu dieser Pressereise bedanken, ich habe die Tage bei euch im (Tief)Schnee wirklich sehr genossen! 

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