Aktivhotel Edelweiss: Sehnsuchtsort Berge

Aktivhotel Edelweiss

Die Sommerferien sind endlich da, Kindheitserinnerungen werden wach und auch in uns Erwachsenen steigt die Sehnsucht nach Bergen, Almen und Seen. Daher erzähle ich euch heute von einem wahren Sommergeheimtipp für sportliche Genießer! Mitten in den Südtiroler Bergen liegt auf 1.500m Meereshöhe, inmitten des Dreiländereckes rund um den Reschenpass, ein familiengeführtes 3-Sterne-Hotel Superior namens Aktivhotel Edelweiss, welches Gastfreundschaft erfunden zu haben scheint. So sehr wird diese von der Familie sowie dem Chef des Hauses, kurz genannt Reini, vorgelebt. Verwöhnt werden untertags wahre Aktivsportler dank malerischer Gebirgsseen, idyllischer Wanderwege sowie herausfordernder Mountainbike Trails und abends die Gaumen der Gäste dank Reinis kulinarischem Händchens. Die wahre Leidenschaft von Reini sowie seiner aktiven Gästeschar ist aber das Mountainbiken und das mit Herz und Seele! Um diese Passion nachempfinden zu können, stieg ich selbst ebenfalls erstmals auf ein E-Bike….

Nie hätte ich mir träumen lassen, dass meine große Cappuccino-Leidenschaft mich eines Tages zu einem aktiven Wochenende in die Südtiroler Berge führen könnte! Kennengelernt hatte ich Reini an der Cafébar einer Women’s Lounge auf der berühmten Sportartikelmesse, der Ispo in München. Er verwöhnte dort im wahrsten Sinne des Wortes sämtliche weibliche Gäste mit seinem Südtiroler Charme, aber vor allem mit ausgezeichnetem italienischen Espresso, Cappuccino, Café Latte und anderen Kaffeespezialitäten. Erst im Laufe eines anregenden Gespräches erfuhr ich, dass er diese Gelegenheit nutzte, um sein Aktivhotel Edelweiss am Reschensee zu promoten, denn er kenne keine bessere Art und Weise, um wahre Gastfreundlichkeit unter Beweis zu stellen.

Aktivhotel Edelweiss
Copyrights © Viennissima
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Drei Wochen später – wie der Zufall es so wollte – war ich erstmals zusammen mit meinem Freund Gast in Reinis Aktivhotel auf der Durchfahrt von Deutschland nach Italien. Nach einem köstlichen kulinarischen Abend (denn Reinis Revier sind nicht vorwiegend die Berge, sondern eigentlich die Küche des Hauses) mit vorzüglichem Südtiroler Wein, war klar, ich käme – sobald der Schnee weg sei – wieder. Ich wollte unbedingt das Sportangebot im Sommer besser kennenlernen. Denn ich bin eigentlich – was die Bergwelt anbelangt – eine typische Wintersportlerin.

Schließlich ergab sich dank eines Presseevents der Südtiroler Modemarke Luis Trenker in Bozen die glückliche Fügung, dieses mit einem Wochenende in Reinis Aktivhotel Edelweiss zu verbinden. Den Namen hat dieses familiengeführte Hotel in 2. Generation übrigens von des Hausherren heimliche Leidenschaft, dem Mountainbiken. Als Reini und seine Frau in 2002 den Betrieb von den Schwiegereltern übernommen haben, war ihm bewußt, dass der zukünftige Erfolg des Hotels nicht alleine mit Wanderern und Genussradlern zu realisieren sein würde. Daher investierte er mutig einerseits in eine sehr spitze Positionierung rund ums Mountainbiken respektive vergrößerte und modernisierte andererseits den Betrieb inklusive Panoramasauna, Hallenbad und Rooftop Wellnessbereich. Heute zieht das Aktivhotel Edelweiss zahlreiche internationale Gäste an, welche sich gerne in den Bergen oder am See sportlich auspowern und abends mit Südtiroler Kulinarik und Weinen verwöhnen lassen wollen. Die neue Positionierung: ein alpiner Lifestyle rund um Aktivsport & Kulinarik! Das „Sahnehäubchen“ ist allerdings die überall gelebte Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit der gesamten Familie sowie ihres Teams, welche den wahren Charme dieses Hotels ausmachen.

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Entsprechend Reinis großer Passion ging es daher für mich bei meiner Ankunft gleich einmal rauf auf den Berg! Dies aber nicht ohne vorher von Reini entsprechend in die Bikewelt eingeführt zu werden. Als er mich nämlich fragte, ob ich Lust hätte zu radeln, dachte er sofort an eine Mountainbiketour mit E-Bike während ich gedanklich eine romantische Fahrt rund um den See mit Picknick im Kopf hatte. Nachdem sich das Missverständnis mit einem großen Lachen aufgelöst hatte, führte mich Reini in sein Biker Kammerl und borgte mir alles, was mir fehlte: von passenden Biker Schuhen, einem Radhelm über Radhandschuhe bis hin zu einem eigenen Langarm-Shirt sowie einem farblich passenden Rucksack. Letzteren vor allem zu meinem Schutz genauso wie die geborgten Knieschoner. Da ich – aufgewachsen an der schönen „blauen“ Donau – weder jemals zum Mountainbiken in den Bergen noch je ein E-Bike gefahren war, sollte bei meinem ersten Ausflug auf die Alm zu meiner Sicherheit alles stimmen. Schließlich fand er im Radlkeller, welcher im Winter als Skistall dient, noch das passende Bike für mich und nach kurzer Einführung ging es los.

Nach einem anfänglichen Mißtrauen – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welchen Turbo das Rad beim Treten entwickelte – entfaltete sich schon sehr bald ein Riesenspass in mir als ich merkte, dass ich selbst die steilsten und steinigsten Bergwege locker mit dem E-Bike in Angriff nehmen und Reini dicht auf den Fersen bleiben konnte. Mit jeder Minute, in der mein Vertrauen wuchs, wurde ich mutiger und angriffslustiger. Schließlich erreichten wir zu dritt besagte Alm und ich staunte nicht schlecht, wie imposant der Reschensee von oben wirkte. Anders als sooft bei uns in Österreich gab es schließlich keinen Schnaps, sondern einen hervorragenden Südtiroler Weißwein als Belohnung für meine erste Tour. Auf der Alm erzählte mir Reini schließlich erstmals näher von den mittlerweile berühmten Women Camps im Mai…..

Um speziell uns Ladies die Angst oder den Respekt vorm Mountainbiken sowie den Mountain Trails zu nehmen, kam Reini vor vier Jahren auf die Idee, ein eigenes Camp zu organisieren. Im heurigen Jahr waren es bereits 85 Sport- und Bergbegeisterte, welche seinem Aufruf gefolgt waren. An vier Tagen dreht sich dabei alles rund ums Bike, von E-Bike Touren rauf auf den Berg bis hin zu anspruchsvollen Trailabfahrten für die Wagemutigen zurück ins Tal. Oder um genußreichere Seetouren für zwischendurch. Wichtig ist dabei ein ausgewogener Mix aus allem sowie eine professionelle Begleitung durch entsprechende Bike Guides. Dabei darf Reini selbst natürlich niemals fehlen! Da läßt er sich schon mal liebend gerne von seinem Küchenteam am Herd vertreten, um den Spass mit 85 Ladies auf dem Bike zu teilen. Damit der Südtiroler Genuss nicht zu kurz kommt, werden die Bike Touren mit köstlicher Almjause, Südtiroler Wein oder einfach nur mit Joghurt und Preiselbeeren versüßt.

Aber auch alpiner Lifestyle und Relaxen stehen auf dem Camp Programm! So gibt es die einmalige Gelegenheit, direkt am See (oder auch im Hotel) massiert zu werden und auf der Sonnenterrasse mit Panoramasauna zu entspannen, um bei Direktblick in die Bergwelt des Vinschgaus die herrlichen Sportmomente geistig nachwirken zu lassen. Abends dürfen dann mit ruhigem Gewissen die untertags verlorenen Kalorien wieder raufgegessen werden. Denn bei Reinis feinster Kulinarik kann frau bei noch so großem Willen nicht widerstehen! Zumindest mir ist es nicht gelungen! 😉

Was mich aber bei seinen Erzählungen auf der Alm am meisten faszinierte, war die Tatsache, dass er erfolgreich mit bekannten Bikemarken wie BH Bikes, Bold oder Alutech zusammenarbeitet und parallel zum Camp eine Minimesse organisiert, welche den Teilnehmerinnen die Möglichkeit bietet, sich rund ums Biken bestens informieren zu können und sämtliche Sportgeräte und Accessoires auch vor Ort zu testen. Vom Test-Mountainbike bis hin zur richtigen Sporternährung, gefolgt von Fachvorträgen am Abend. 

Stolz, dieses Mal nicht mit weiteren 85 Camp Teilnehmerinnen um die Gunst und Aufmerksamkeit von Reini buhlen zu müssen, sondern ihn für diesen einen Alm-Nachmittag als meinen ganz persönlichen Bike Guide für mich alleine zu haben, startete ich mutig die rasante Abfahrt über Kiesel-, Wald- und Wiesenwege. Unten am See wieder angekommen, sprach mir Reini durchaus ein gewisses Bike-Talent zu und meinte, next time dürfte ich dann einen richtigen Trail probieren. So schlecht waren also meine Trainingstage entlang der Donau und über die heimischen Weinhügeln also doch nicht.

Am zweiten Tag meines Besuches im schönen Dreiländereck nutze ich die Chance, da Reini mit richtigen Bikern beschäftigt war, die Gunst der Stunde, borgte ein normales Mountainbike und fuhr genüßlich um den Reschensee sowie seinen Nachbarsee. Ich hatte irgendwo gelesen, man könnte sogar bis nach Meran fahren und mit dem Zug abends zurück. Ich habe die frische Luft, welche einfach nur nach Natur, Wald, Harz und Seewasser duftete sowie den Ausblick aufs Wasser so sehr genossen, dass ich komplett die Zeit vergass. Ziel meines Ausfluges war schließlich der berühmte Kirchturm im See, welcher mich schon im Winter begeistert hatte, auch wenn er das Überbleibsel einer sehr traurigen Geschichte rund um die Einwohner zweier Dörfer sowie profithungrigen Geschäftsmännern, welche schließlich den See zur Stromgewinnung aufstauten und die Dorfhäuser sprengten, ist. Irgendwie fasziniert der mahnend im Wasser stehende Turm.

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Den sonnigen Nachmittag verbrachte ich schließlich fotografierend und lesend auf der Wellnessterrasse am Dach mit Blick auf Berge und See. Selten hatte ich bei einem Bergsee so eine türkise Farbe gesehen und sowohl Wasser als auch Berglandschaft beruhigten ungemein mein Gemüt und halfen, für ein paar Stunden zu entspannen. Erst als am späten Nachmittag die Wanderer und Biker für Sauna und Whirlpool auf die Dachterrasse kamen, verzupfte ich mich langsam auf den Balkon meines gemütlichen Zimmers. Was mir nicht leicht fiel, denn ich finde den Wellnessbereich mit Terrasse sehr gelungen mit super gemütlichen Liegen und kuschligen Decken in Violett und Apfelgrün. Überhaupt zieht sich dieses spezielle Grün auch durch alle neu und sehr geschmackvoll eingerichteten Zimmer, Suiten und öffentlichen Bereiche – wie Restaurant oder Bar – des Hotels wie ein „grüner Faden“ durch. Sehr stimmig!

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Krönender und kulinarischer Abschluss meines Südtiroler Berg-Wochenendes war schließend am letzten Tag ein Bergfrühstück auf der Alm. Dieses wollte ich mir partout nicht entgehen lassen ehe es wieder heimwärts ging nach Wien. Meine persönliche Empfehlung wäre, zeitig los zu wandern, dann schmeckt das Frühstück noch viel besser. Es ist schon verwunderlich wie sehr wir Städter das einfache Leben plötzlich schätzen, uns schon beim Anblick von Kühen und Hühnern erfreuen, stolz zublicken wie richtiger Bergkäse entsteht und den Geschmack nach Natur der Almprodukte genießen. Oder geht es nur mir so dabei? Jedenfalls wäre ich am liebsten für einige Tage auf der Alm geblieben, hätte gerne geholfen, Käse zu produzieren und wäre jeden Tag freiwillig gewandert, um anschließend in der Blumenwiese die Seele baumeln zu lassen. Mein neuer Sehnsuchtsort also: die Berge im Sommer, welche ich sonst nur schneebedeckt vom Skifahren her kenne.

Wehmütig bin ich schließlich wieder abgereist. Noch immer habe ich die traumhaften Bilder von den Bergen, der Naturlandschaft und des Sees im Kopf und profitiere von den Genussmomenten beim Sport wie auch beim Relaxen. Zurück in Wien war mein allererster Weg ins Radsportgeschäft bei mir ums Eck, um zu fragen, ob ich denn auch hier ein richtiges Bike ausborgen könne? Meines wurde letztes Jahr leider in Wien gestohlen und City Bikes taugen mir nicht und seit dem vergangenen Bike-Wochenende schon gar nicht mehr. Ein Bike muß also her mit all‘ seinem Komfort und breiten Reifen, um ab nun die Donauinsel und den Prater unsicher zu machen ehe ich hoffentlich bald wieder in die Südtiroler Berge zurückkehren darf, einer Bergwelt für Entdecker, Sportler und Genießer!

Aktivhotel Edelweiss, Via Nazionale, 28, 39027 Reschen, Italien

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Vielen lieben Dank an Reini und sein Team für die überaus gastfreundliche Betreuung während meines Besuches sowie für die Einladung seitens des Aktivhotels Edelweiss zu diesem Aufenthalt. Dennoch spiegelt dieser Reisebericht ausschließlich meine ganz persönliche und tatsächliche Begeisterung wider!

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2 Kommentare zu „Aktivhotel Edelweiss: Sehnsuchtsort Berge

  1. Ich glaube zu wissen wohin unser nächster längerer Ausflug mit unseren Mountainbikes gehen soll, das klingt alles sehr ansprechend! Danke für diese Tips!

    1. Wow, das würde mich wahrlich sehr freuen!
      Bei Reini seid ihr kulinarisch wie sportlich in den besten Händen 😉
      Liebe Grüße an den Mondsee,
      Birgit

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