Frühlingsausflug in die „Greisslerei“ beim Taubenkobel

Taubenkobel

Gastautorenpost von Olivia // More is Now //

Es kann sich nur noch um Tage handeln, dann ist der Frühling nicht nur laut Kalender, sondern auch mit seinen Sonnenstrahlen und warmen Temperaturen bei uns zurück. Was bietet sich mehr an als ein Ausflug an den nahe gelegenen Neusiedlersee? Olivia, Mutter von drei Kindern und erfolgreiche Mama-Bloggerin, gibt gerne Tipps auf ihrem herrlich erfrischend geschriebenen Blog // More is Now // – Lifestyle für Mamas von heute! Daher hatte ich sie gebeten, einen Gastbeitrag für Viennissima zu verfassen und uns einen ihrer liebsten Gourmet-Tipps zu verraten. Zu meiner großen Freude hatte sie sich mit ihrer Familie zu einem Frühlingsausflug in den Taubenkobel der Familie Eselböck entschieden und einen Tisch in der Greisslerei reserviert. Anbei ihr wunderbarer Erfahrungsbericht sowie ihr exklusives Interview mit Barbara Eselböck zu Lifestyle-Tipps!

Ich persönlich kenne die Greisslerei, welche zum bekannten Relais & Chateau Hotel Taubenkobel dazugehört, erst seit 3 Jahren. Wie es der Zufall wollte, hatten mein Freund und ich ebenfalls ein erstes Frühlingswochenende für unseren Gourmetausflug gewählt, konkret den Karsamstag. Ich erinnere mich heute noch gerne an diesen Nachmittag verbunden mit einem Besuch am See zurück. So begeistert war ich schon damals vom Taubenkobel selbst als auch der Greisslerei und der herrlichen Kulinarik. Letzten Winter hatte ich euch dann vom Taubenkobel Pop-up Restaurant im Post Palais berichtet, wahrscheinlich das beste Restaurant zu der Zeit in Wien. Am Ende des Gastbeitrages findet ihr zudem meine ganz persönlichen 5 Viennissima Gründe, warum ihr der Greisslerei unbedingt einen Besuch abstatten solltet. Nun aber zum Familienausflug von Olivia!

Gourmet-Tipp Olivia // More is Now // 

Die Greisslerei beim Taubenkobel – der Anspruch ist hoch, die Schwelle nicht! Richtig gut und entspannt essen, das kann man nicht unweit von Wien, in Schützen am Gebirge. Wir sind bei der Familie Eselböck zu Gast, einer österreichischen Kulinariklegende. Allerdings steht das nicht im Vordergrund, denn Legenden bestaunt man, in Restaurants isst man. Mittlerweile führen Alain Weissgerber und Barbara Eselböck das Restaurant Taubenkobel und die angeschlossene Greisslerei. Der Taubenkobel ist alles andere als ein Geheimtipp im Kreise der Liebhaber guten Essens, aber die Greisslerei vielleicht dann doch irgendwie.

Gleich nach der Winterpause und dem fulminanten Taubenkobel Pop-up Restaurant in den Prunkräumen des Post Palais in der Wiener Innenstadt, haben wir einen Tisch reserviert. Mama, Papa und 3 Kinder. In der Greisslerei ist jeder willkommen, der die bodenständige, pannonische Küche mit mediterranem Einfluss & böhmische Mehlspeisen liebt. Mit Kind(ern) oder ohne entspannt essen in einer, sowohl im Winter als auch im Sommer, bezaubernden Umgebung.

Blumen, bunte Stoffe, eine lange Holztafel und der Duft nach Mohntorte erwarten die Besucher beim Betreten der Greisslerei. Eine Greisslerei, die sie tatsächlich ist. Man kann hier nicht nur lecker essen, sondern Wohn- und Küchenaccessoires, Sommerkaftans, kleine Köstlichkeiten und Wein kaufen. Eine erlesene Zusammenstellung für Auge und Gaumen.

Uns wird der Holztisch im zweiten Raum des lang gestreckten alten, burgenländischen Hauses angeboten. Richtig viel Platz und Luft. Die Karte ist klein, aber fein. Es gibt wechselnde Tagesspezialitäten und starten tut man am besten mit einem Glas Prosecco. Das schnappe ich mir und wandere ein wenig umher bis die große Antipasti Platte und der knusprige Laib Brot mit Butter kommt. Hier entdecke ich wunderschöne Windlichter, dort den perfekten Strohhut für den Sommer.

Im letzten und dritten Raum bestaune ich die feinen Delikatessen aus der Region und entdecke die Tafel mit der Information zum „Eslonauten-Abo“. Ein Wein-Abonnement, das man auch wunderbar an Freunde oder Familie verschenken kann. Dann kommt sie auch schon, unsere Vorspeise. Wir schneiden das selbst gebackene Brot mit dem beigelegten Messer auf, genießen würzigen Rohschinken, eingelegte Zwiebel, Pilze und Gemüse. Am besten gleich noch einen kleinen Laib Brot für zu Hause mitnehmen, so köstlich ist der.

Die Chefin des Hauses, Barbara Eselböck, kommt vorbei, unaufdringlich & doch mit diesem gewissen Esprit begrüßt sie die Gäste. Jedem unserer Kinder sagt sie freundlich „Hallo“ und „Wie geht’s?“. Hier wird etwas zurechtgerückt und dort ein frisches Glas Saft nachgereicht und dann hat sie Zeit ein paar Fragen zu beantworten.
____________________________________________________________________________________________

Persönliches Interview mit Barbara Eselböck:

Barbara ist durch und durch Gastgeberin, gemeinsam mit Alain hat sie drei Kinder und sie sagt selbst von sich, dass sie immer auf der Suche nach Abwechslung ist. Ich denke, diese ist unverkennbar, liest man Barbaras Antworten.

Olivia // More is Now // – Barbara, wenn du nicht selbst Gastgeberin bist, wo gehst du am liebsten essen – mit, aber auch ohne Kinder?

Barbara Eselböck – Diese Frage stellt sich nicht, meine Kinder sind ein Teil von mir und auch immer dabei. Wir gehen gern ins Gut Oggau und ins Haus im See, das verbinden wir mit Familie und Natur, entspannter Atmosphäre, unkompliziertem Essen und Schwimmen im Haus im See bzw. den Schafen, Hendln,… im Gut Oggau (Anmerkung Olivia – das Gut Oggau haben wir im vergangen Sommer auch besucht). In Wien probieren wir gerne immer wieder Neues aus. Aber es schlägt uns dann doch immer zurück ins O boufés, Mochi, Mast, Worazisky,… Das sind unsere „Lieblings-Everyday-Lokale“.

Nachdem Essen und Trinken meine große Leidenschaft und mein Leben sind, scheue ich auch nicht davor zurück, für ein tolles Essen um die halbe Welt zu fliegen. Ich war vor kurzem in Mexiko, Essen auf einem Niveau, das man hier echt suchen muss. Ich mag es, wenn man mit extrem hoher Qualität selbstverständlich umgeht und kein großes Theater macht. So wie wir es auch im Taubenkobel anstreben, Essen auf unglaublich hohem Niveau, aber entspannt, unkompliziert und unangestrengt muss es sein.

Olivia // More is Now // – Wo shoppst du am liebsten im Seewinkel, in Wien, online für dich?

Barbara Eselböck – Im Burgenland kaufe ich am liebsten Weine, selbstgemachte Essens-Produkte, Schilfmatten für den Garten, etc. In Wien habe ich meinen Lieblingsdesigner Petar Petrov, aber er könnte überall auf der Welt sein – würd ich zu ihm kommen 🙂 Sonst geh ich gern zu meiner Freundin Tina (Amicis), zur Evi (Evi Weiss), ins Parks oder ins Inked.

Ich besuche oft meine Künstlerfreunde und bereichere mich an großartiger Kunst von Christian Eisenberger,… Ich liebe auch den Museumsshop im MAK, das Supersense, die Galerie Krinzinger, das Lichterloh und den 5., 6. Wiener Bezirk, wo ich mich von einem Vintagegeschäft ins nächste durchstöbern kann und neue Sachen für die Zimmer im Taubenkobel finde. Ich hab schon gerne tolle Kleidung, aber um mich wirklich wohl zu fühlen, muss es mehr sein. Ich liebe tolle Möbel, großartige Materialien, Architektur, Kunst,… Erst wenn das alles zusammenspielt, fühl ich mich wohl und habe das Gefühl etwas für mich getan zu haben.

Olivia // More is Now // – Wo shoppst du am liebsten im Seewinkel, in Wien, online für eure 3 Kinder?

Barbara Eselböck – Das ist mittlerweile sehr easy geworden. Die 2 Kleinen tragen die Sachen der Großen und tauschen mit den Kindern meiner Schwester hin und her. Die Grosse ist 14 und bedient sich am liebsten an meinem Kleiderschrank, zu meinem Missfallen. Aber wenn’s dann doch was sein muss, am liebsten im „Kleinen Salon“.

Olivia // More is Now // – Hast du einen Tipp für Interieur begeisterte Mamas/ Frauen – du hast ja ein Händchen für richtig schöne Einrichtung Indoor & Outdoor?

Barbara Eselböck – Ich geh wahnsinnig gern in Museen und schau mir Ausstellungen an, jegliche Art von Kunst, das macht wach im Kopf. Und dann findet man immer und überall etwas. Ich könnt mich am Flohmarkt genauso eindecken wie in einem Super Luxus Interior Geschäft. Aber generell mag ich gern skandinavisches Design, die 50er 60er Jahre, sowie die Bauhaus Klassiker Mies van der Rohe, Arne Jacobsen, Le Corbusier. Das klingt jetzt alles wahnsinnig puristisch, obwohl erst letztens habe ich am Flohmarkt ganz kräftig bunte, handgewebte Riesenteppiche aus Rumänien erstanden.
____________________________________________________________________________________________

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alles in Bewegung, auch das Essen. Unsere Hauptspeisen werden serviert und Barbara zieht weiter. Das Hüftsteak mit den kleinen Kartoffeln und dem Wildkräutersalat ist fantastisch gebraten, das Kalbsschnitzerl und die Tagliatelle mit Ricotta & Jungzwiebel schmecken richtig gut. Hohes Niveau ohne Firlefanz, so wie von Barbara angestrebt. Obwohl die Bäuche schon voll sind, auf die Mehlspeisen, die gleich beim Eingang der Greisslerei in einer Glasvitrine präsentiert werden, wollen wir nicht verzichten. Wir kosten uns somit durch ein Stück Mohntorte und einen klitzekleinen Schokoladen-Traum. Der dazu gereichte Espresso tut gut.

Danach geht es wieder nach Hause. Wir kommen bald wieder, wenn es etwas wärmer ist und man an den kleinen Tischen vor der Greisslerei und der Wiese im Eingangsbereich des Taubenkobels Platz nehmen kann. Dort schmeckt der eiskalte Grüne Veltliner und der Rosé mit dem entzückenden Namen „Springbreak“ nämlich noch einen Tick besser.

Bis ganz bald, Greisslerei beim Taubenkobel! Olivia

____________________________________________________________________________________________

5 Viennissima Gründe, die Greisslerei zu besuchen

  1. innerhalb einer Autostunde von Wien entfernt und günstig gelegen in der Nähe des Neusiedlersees, daher ideal kombinierbar mit einem Spaziergang um den See
  2. Top-Kulinarik am Teller, frischer Wind auf der Karte dank dem Gastro-Duo Alain Weissgerber und Eselböck-Tochter Barbara
  3. das Team beherrscht die Küche des Piemonts genauso wie jene Pannoniens, auch  pannonische Kunst sowie Kunsthandwerk stehen hoch im Kurs (gespeist wird beispielsweise auf eigens getöpferten Tellern)
  4. auch der Edeltropfen aus dem Weinkeller respektive dem Familien-eigenen Weingut Oggau läßt nicht zu wünschen übrig
  5. herrliche Atmosphäre mit einem französischen Touch einer typischen Greisslerei, in welcher man nicht nur köstlich speisen, sondern auch kaufen kann (daher gibt es hier alles, was Herz und Magen begehren, in Dosen, in Flaschen, aufgeschnitten und gut vergepackt)

Greisslerei beim Taubenkobel, Hauptstraße 31-33, 7081 Schützen

Dieser Beitrag wurde verfasst durch Olivia vom Mama-Blog // More is Now // Danke, liebe Olivia, für diesen Gastautorenpost!

MerkenMerken

Kommentar verfassen