6 Wien Lifestyle-Tipps für Februar

Lifestyle-Tipps

„Let’s colour up our life“!

Ich muß gestehen, in diesem Winter habe auch ich mit den oft sehr tristen und grauen Tagen in Wien zu kämpfen. Um mir diese ein wenig zu „versüßen“, habe ich für meine Februar Lifestyle-Tipps – passend zum Wetter – ein neues und sehr imperiales Kaffeehaus für euch entdeckt. Zudem die jüngsten Ausstellungen besucht, unter denen vor allem „Chinese Whispers“ im MAK mit zeitgenössischer chinesischer Kunst etwas Farbe und Abwechslung in unseren Alltag bringt. Meine absolute Neuentdeckung ist aber der eben erst eröffnete Salon Sacher im Stil der „Golden 20ies“ mit Pariser Chic und Wiener Charme in DER Trendfarbe des Jahres 2019 – in Koralle – eingerichtet. Ich selbst werde wohl wie immer den Wiener Opernball von der Couch aus verfolgen, aber euch allen wünsche ich rauschende Ballnächte im trüben Februar! Solltet ihr noch nach der richtigen Farbe eures Kleides suchen oder Tipps für Haare & Make-up benötigen, so habe ich auch hier eine persönliche Empfehlung für euch!

Folgendes solltet ihr im Monat Februar in Wien nicht versäumen:

  1. 105 Jahre Aida Kaffeehäuser – neues Café in Wieden
  2. Neuer Salon Sacher im Stil der 20iger Jahre 
  3. Ausstellung „Stadt der Frauen“ im Unteren Belvedere 
  4. Ausstellung „Chinese Whispers“ im MAK 
  5. Neuer Salon von C. Lindemood 
  6. Formdepot Salon – Das Event für Handwerk & Design

1.) NEU: Einzigartiges Aida Café in Wieden

Ich schätze mal so ein imperiales Aida Café habt ihr noch nicht gesehen! In 2018 feierten die berühmten Aida Café-Konditoreien mit der unverwechselbaren CI Farbe Rosa bereits ihr 105-jähriges Jubiläum. Die Farbe verdankt die Konditorei, welche nach der Lieblingsoper des Firmengründers benannt wurde, übrigens dem Vornamen Rosa, der Gattin von Josef Prousek. Im Jänner eröffnete schließlich im denkmalgeschützten Habighof auf der Wiedner Hauptstraße eine ganz besondere Filiale. Während sonst bei der Einrichtung auf einen gewissen Retro-Look großen Wert gelegt wird, wirkt dieses Café dank seinem Interior sehr imposant und imperial. Alte Wappen sowie Gold verzieren die Stuckdecke, die Holzvertäfelung mit Milchglasscheiben erinnert an eine alte Apotheke. Angeblich soll hier viele Jahre lang ein Wiener Hutsalon gewesen sein. Gleich geblieben ist allerdings die riesige Auswahl an Mehlspeisen, kleinen und großen Imbissen sowie die hohe Qualität des Kaffees. Manche behaupten ja, es sei der beste von ganz Wien.

Ich muß gestehen, ich selbst steh‘ ja eher auf die Wiener Grands Cafés und war bisher nicht soooo der Aida Kaffeehausfan, aber diese Filiale mit ihrem einzigartigen Flair hat’s auch mir angetan.

Aida Café KonditoreienWiedner Hauptstraße 15, 1040 Wien

2.) NEU: Der Salon Sacher

So farbenfroh, hell und frisch hat man das Sacher noch selten gesehen! Sang- und klanglos hat im Jänner an einem tristen, verschneiten Wintertag der neue Salon Sacher eröffnet und sofort mein Herz erobert. Denn ich liebe Pariser Flair und Wiener Charme! So ist an die Stelle der ehemaligen Sacher Stube eine neue chice (Tages)Bar im Stil der 20iger Jahre getreten, welche gerne ein Lieblingsplätzchen für die Wiener/Innen sein möchte. Noch ist sie ein wahrer Geheimtipp, denn die internationalen Wiengäste haben sie noch nicht entdeckt und besuchen nach wie vor das nebenan gelegene Sacher Café oder das jüngere Sacher Eck. Im Salon hingegen erwartet euch eine perfekte Designsymbiose aus Pariser Chic und Wiener Eleganz im Stil der „Golden 20ies“.

Anstelle der im Hotel Sacher sonst so traditionellen und schweren Lobmeyr Kristallluster tauchen nun elegante und gebogene Kugellampen die Atmosphäre in ein stimmungsvolles Licht und unterstreichen zu jeder Tages- und Nachtzeit das lifestylige Ambiente. Zum Frühstück gibt es nun Croissants statt Kaisersemmel. Der größte aber für mich charmanteste Stilbruch ist wohl das derzeit so trendige Koralle anstelle des gewohnten Sacher Rots. Die größte Überraschung? Eine bei den Umbauarbeiten zufällig entdeckte historische Stuckdecke, welche originalgetreu sorgfältig restauriert und ins Designkonzept integriert wurde. Für mich das eigentliche Design Highlight! Kurzum statt der Opulenz und des Glamours des Grand Hotels tritt eine stilvolle, reduzierte Eleganz, die mich völlig begeistert hat.

Das gastronomische Konzept wird hingegen derzeit noch „getestet“. So soll untertags die Bar traditionell für Wiener Melange & Sachertorte fungieren, abends dann für sämtliche Cocktailkreationen, wohl einem der chicsten After Work Locations in Wien.

Die Salon Sacher Karte teilt sich daher in die Gourmetkategorien:

  • La Nuit mit Cocktails & Drinks
  • Jungbrunnen mit anti-alkoholischen und somit „gesünderen“ Getränken
  • Herzenswärmer mit Kaffee- & Teespezialitäten inklusive der berühmten Sacher Melange (serviert mit Milchschaum und (!) Schlag) sowie der Original Sacherteemischung
  • Delikatessen mit kleinen Imbissen und süßen Verführungen (darunter kulinarische Genüsse, welche es schon unter Anna Sacher im Wien um 1900 auf der Karte gegeben hat wie Crevetten Cocktail oder Gänselebermousse)

So sehr ich Wiener Grands Cafés liebe, so sehr ist der Sacher Salon für mich persönlich eher die neue Lieblingslocation für ein Gläschen Rosé abends an der Bar. Oder einen schnellen Cappuccino vor respektive nach Geschäftsterminen in der Innenstadt. Denn der Salon hat täglich von 8 bis 24 Uhr geöffnet.

Hotel Sacher, Philharmoniker Straße 4, 1010 Wien

3.) Ausstellung „Stadt der Frauen“

Nach dem großen Jubiläumsjahr zur Wiener Moderne in 2018 sowie dem Gedenken an großartige Ausnahmekünstler wie Klimt, Schiele, Wagner oder Moser gehen die Sonderausstellungen zu „100 Jahre Wiener Moderne“ Gott sei dank „in die Verlängerung“. Eine der ersten Ausstellungen zu diesem Thema zeigt das Untere Belvedere mit Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien 1900 – 1938, welche erstmals die weiblichen Künstler dieser Zeit in den Vordergrund stellt.

Obwohl Frauen in Wien bis 1920 nicht die Akademie der bildenden Künste besuchen oder gar Mitglied in den renommierten Künstlervereinigungen werden durften, waren sie dennoch in der Kunstszene um 1900 präsent und stellten auf Augenhöhe mit Gustav Klimt oder Egon Schiele aus. Auch in der Wiener Secession. Nach 1938 – oft aufgrund ihrer jüdischen Herkunft – verschwanden viele ihrer Werke (Bilder oder Skulpturen) auf Dachböden oder in Kunstdepots und gerieten in totale Vergessenheit. Ein Jahr nach dem erfolgreichen Theaterstück zum Gedenken an Emilie Flöge – einst bedeutendste Wiener Couturière – holt das Belvedere Museum abermals die Frauen der damaligen Kunstszene vor den Vorhang. Gezeigt werden die Werke von beinahe 60 Künstlerinnen, welche die Entwicklung der Wiener Moderne entscheidend mitgeprägt hatten. Diese Ausstellung ist gerade für uns Frauen absolut sehenswert und läuft noch bis zum 19. Mai 2019

Unteres Belvedere, Rennweg 6A, 1030 Wien

4.) Ausstellung „Chinese Whispers“ im MAK

Eine ganz andere Kunstrichtung thematisiert die neue MAK Ausstellung namens „Chinese Whispers“. Ein Titel, der sich auf das bekannte Kinderspiel der „Stillen Post“ bezieht und sich als ironische Anspielung auf interkulturelle Kommunikation versteht. Durch diese zeitgenössische Kunst Chinas, welche aus der Privatsammlung des Schweizers Uli Sigg stammt, zieht sich wie ein „roter Faden“ die Frage durch „Wie tickt China?“ . Größter Markt des 21. Jahrhunderts, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 Weltmarktführer in Artificial Intelligence zu sein. Viele behaupten, China sei es schon jetzt. Besonders wenn man die Daten aller chinesischen WeChat-Nutzer von 1 Milliarde berücksichtigt, denn Facebook ist in China verboten. Daher zeigt die Ausstellung zur chinesischen Gegenwartskunst eine Reihe analoger wie auch digitaler Kunstobjekte. Eines der bedeutendsten und für mich zentralstes Ausstellungsstück ist der „crashed chandelier“ in Anspielung auf die Frage „Ist unsere Welt dabei zu crashen?“ . Die Farbe Rot steht symbolisch sowohl für den Kommunismus, den Maoismus als auch die chinesische Farbe des Lebens, der Wärme, des Ruhms und der Kraft.

Ich selbst war beruflich die letzten Jahre viel in Asien und somit auch in China und kenne doch ein wenig den Markt. Dennoch ist mir die Gesellschaft im Vergleich zu Japan oder Südkorea etwas „undurchschaubar“. Es bedarf also einiges an Mut sich dieser Ausstellung, aber auch Kultur zu widmen, denn sie erfordert vom Besucher definitiv eine gewisse Auseinandersetzung. Uli Sigg, viele Jahre lang Wirtschaftsjournalist, Unternehmer und Schweizer Botschafter in China, Südkorea und der Mongolei, verfolgt schon seit Ende der 70iger Jahre die Entwicklung der chinesischen zeitgenössischen Kunst und begann ab den 90iger Jahren die weltweit repräsentativste Sammlung chinesischer Kunst aufzubauen. 2012 beschloss er, viele seiner erworbenen Werke China als Schenkung zurückzugeben. Diese als M+ Sigg Collection bezeichnet sollen im neu gegründeten M+ Museum for Visual Culture in 2 Jahren in Hong Kong zu sehen sein. Derzeit ist das Museum in seiner Fertigstellung. Die MAK Ausstellung ist bis zum 26. Mai 2019 zu sehen.

MAK Museum, Stubenring 5, 1010 Wien

5.) Neuer Salon von C. Lindemood

Ihr sucht für eure Wiener Bälle und Parties noch zwei professionelle Hände für euer Make-up, eure Ballfrisur oder gar euer Styling? Im 3. Bezirk hat vor wenigen Wochen ein neuer und wirklich sehr stylischer Salon eröffnet, welcher mehr ist als nur ein „Frisiersalon“. Denn Claudia Lindemood setzt einerseits auf ein sehr individuelles und persönliches Service und nimmt sich während eures gesamten Termines einzig und alleine für euch Zeit. Dadurch entsteht eine sehr angenehme Ruhe und Atmosphäre zum Wohlfühlen und Entspannen, welche Claudias Kunden/Innen schon innerhalb kürzester Zeit zu schätzen gelernt haben. Andererseits auf ein ganzheitliches Schönheitskonzept. Denn wenn ihr es so wünscht, dann berät euch Claudia nicht nur in punkto neuer Haarfarbe, Frisur oder Hairstyling, sondern hilft euch ebenso bei euren Fragen zur richtigen Wahl eures (Abend)Kleides und dessen Farbe sowie einem passenden Make-up. 

Als gelernte Friseurin, Maskenbildnerin und Visagistin war Claudia viele Jahre im L’Oréal Konzern als Schulungsleiterin und Fachberaterin tätig, ehe sie – neugierig wie sie ist – auch die Ausbildung zur Farb-, Typ- und Stilberaterin in Angriff nahm. Mit ihrem chicen Salon hat sie sich nun einen kleinen und lange gehegten Traum erfüllt und vereint alle ihre fachlichen Kompetenzen sozusagen „unter einem Hut“. Ich kenne Claudia tatsächlich noch von ihren L’Oréal Zeiten her und schätze nicht nur ihre Fachkompetenz, sondern auch ihr Einfühlungsvermögen. Ich fühle mich einfach immer gut aufgehoben bei ihr! Zudem liebe ich schon jetzt ihren wirklich stylischen und mit vielen Details versehenen Salon, der mich irgendwie an einen richtigen Wiener Salon erinnert, in dem natürlich auch die Farbe Gold nicht fehlen darf. Wenn auch in dezenter Art und Weise. Das i-Tüpfelchen sind sicherlich die beiden dunklen Stühle, welche Claudia mit alten Backhausen Designstoffen passend zum übrigen Interieur hat überziehen lassen. Und natürlich die immer für mich schon bereitstehende Tasse Cappuccino mit einer in Goldpapier verpackten Lindt Schokoladenkugel oder Ferrero Rother.

Salon C. Lindemood, Beatrixgasse 21, 1030 Wien (unbedingt gegen Terminvereinbarung!)

6.) „Save the date“: Formdepot Salon (Anfang März 2019!)

Könnt ihr euch noch an mein Porträt zum wunderschönen Formdepot erinnern? Dem einzigartigen Showroom für traditionelle Handwerkskunst, Design und Architektur? Nun habe ich einen speziellen Event-Tipp für euch! Denn vom 1. – 3. März 2019 findet mit dem Formdepot Salon – basierend auf dem ursprünglichen Wiener Salongedanken – ein ganz besonderes Event zu neuen Design Highlights, Produktinnovationen, feinsten Materialien und Kreationen der Formdepot (Marken)Partner statt. Faszinierend finde ich dabei die Idee des Salonkonzepts, welches einen Fokus auf das Werk, den Handwerker, den Künstler sowie ihre dahinter stehenden Geschichten legen und diese im Rahmen einer kuratierten und inszenierten Erlebniswelt zeigen wird. Ähnlich einem multi-sensorischen Erlebnis. Denn Architektur, Raum, Design und Marken werden so inszeniert, dass die Wahrnehmung nicht nur unser Auge, sondern auch unsere restlichen Sinne ansprechen und damit zu einem faszinierenden Designerlebnis werden soll.

Zu den Programm-Highlights zählen des weiteren die Präsentation des neu geschaffenen Wellness Showrooms, ein multi-sensorischer Salon Brunch mit kulinarischen Genüssen für alle Sinne, Speed Datings mit Spezialisten ihres Fachs sowie Live-Demonstrationen hochwertigster Handwerkskunst. Der Eintritt ist für euch kostenlos, ihr solltet euch aber dennoch vorab registrieren -> Anmeldung Formdepot Salon.

Formdepot, Abelegasse 10, 1160 Wien 

3 Kommentare zu „6 Wien Lifestyle-Tipps für Februar

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